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Der Abschlussbericht zum Zukunfts-Check Dorf wurde am 08.04.2019 im gut gefüllten Gemeindehaus, der ehemaligen Dorfschule von Kruchten, vorgestellt. Ortsbürgermeister Hermann Jakobi begrüßte die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste aus Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung. Gleichzeitig bedankte er sich für die Mitarbeit der Arbeitskreismitglieder, die mit großem Engagement seit Projektstart im Oktober 2016 am Dorf-Check gearbeitet haben.Übergabe des Abschlussberichts zum Zukunfts-Check durch Landrat Dr. Joachim Streit an die OG Kruchten

Dass Kruchten „Zukunft kann“ und über eine gesunde Ortsgemeinschaft verfügt, zeigte „Projektkümmerer“ Jürgen Roderich mit seinem leidenschaftlichen Vortrag. Dabei stellte er stellvertretend für die weiteren Arbeitskreismitglieder Marco Gilbert, Vera Hagen, Daniel Roderich, Thomas Schmalen, Herbert Müller, Alfred Schmalen, Erich Peters und Christian Hoffmann die Ergebnisse aus den Themenfeldern Gastronomie/ Tourismus/ Kultur, Soziales/ Kultur/ Gesundheit, Land- und Forstwirtschaft/ Erneuerbare Energien, öffentliche Plätze, Straßen und Flächen, Gebäude und Flächenmanagement vor. Die  Themen der Arbeitskreise orientieren sich dabei an den speziellen Herausforderungen und Problemfeldern der Ortsgemeinde Kruchten.


Vom methodischen Vorgehen her werden die unterschiedlichen Themenfelder im Rahmen des „Dorf-Checks“ mit Hilfe von zehn standardisierten Erfassungsbögen bearbeitet. Dabei wurden durch die Arbeitskreise zunächst die Struktur- und Basisdaten in der Ortsgemeinde erfasst zu: Einwohnerzahl mit Altersstruktur, soziale Angebote, Grundversorgung, soziale und kulturelle Infrastruktur sowie Dorftraditionen, Landwirtschaft und erneuerbaren Energien, öffentliche Freiflächen und Begrünung im Ort, Gebäudezustand, Baulücken und neue Bebauung sowie Kulturlandschaftselemente.

Ergänzt wurde diese Grundlagenarbeit durch eine Bürgerbefragung, deren Ergebnisse ebenfalls von Jürgen Roderich vorgestellt wurden. Für die Bürgerbefragung wurden eigens Fragebögen für Jugendliche, Erwachsene und Touristen entworfen. Dass diese Befragung sehr großen Zuspruch in der Bevölkerung fand, hat entscheidend dazu beitragen, den Dorf-Check in jeden Haushalt zu tragen. So konnten die Meinungen im Dorf besser „eingefangen“ und den Altersstrukturen im Ort zugeordnet werden. Insgesamt wurden 165 Fragebögen ausgewertet und so die wichtigsten Anliegen der Bürger zusammengefasst.

Ausgehend von den so ermittelten Stärken, Schwächen und Meinungsbildern der Ortsgemeinde konnten eine passgenaue Potenzial- bzw. Bedarfsanalyse durchgeführt sowie Handlungsfelder bzw. Maßnahmen abgeleitet werden. Insgesamt wurden 18 Handlungserfordernisse und Maßnahmen erarbeitet und in einer Prioritätenliste zusammengestellt. Dabei sollen acht Maßnahmen kurzfristig, acht weitere mittelfristig und zwei Maßnahmen langfristig umgesetzt werden. Weitere Einzelheiten können in dem über 40 Seiten starken Abschlussbericht nachgelesen werden, der inzwischen von der Kreisverwaltung als Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzeptes von 1992 offiziell anerkannt worden ist. Damit kommt die Ortsgemeinde Kruchten mit ihren Bürgern auch in Zukunft in den Genuss der Förderungen zur Dorferneuerung. Darauf wies auch Landrat Dr. Joachim Streit hin, der den Bericht feierlich an Ortsbürgermeister Hermann Jakobi übergab. Im Gegenzug bedankte sich Herr Roderich im Namen der Ortsgemeinde Kruchten bei Frau Katharina Scheer von der Kreisverwaltung für die hervorragende Unterstützung bei der Erstellung des Abschlussberichts und überreichte ihr sowie Frau Vera Hagen vom Arbeitskreis einen Blumenstrauß.

Die Ortsgemeinde Kruchten ist die sechste Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Südeifel, die den Zukunfts-Check erfolgreich abschließen und in die weitere Umsetzung starten kann. Offiziell wurde der Abschlussbericht zum Dorf-Check am 2. April 2019 durch Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm als Fortschreibung des alten Dorferneuerungskonzeptes anerkannt. Bürgermeister Moritz Petry gratuliert der Ortsgemeinde Kruchten mit den Bürgerinnen und Bürgern herzlich zu ihrer erfolgreichen Arbeit. Insgesamt werden im Laufe der nächsten Monate mehr als zehn Ortsgemeinden in der VG Südeifel den Zukunfts-Check Dorf abschließen können, freut sich Petry. Bis Ende 2019 sollten alle beteiligten Dörfer in die Zielgerade zum Zukunfts-Check einbiegen, da die offizielle Projektlaufzeit zum Jahresende ausläuft.