Verbandsgemeinde Südeifel - Verwaltungssitz
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Verbandsgemeinde Südeifel - Standort Irrel

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Am 28.03.2019 wurde im voll besetzten und liebevoll hergerichteten Gemeindehaus von Echternacherbrück der Abschlussbericht zum Zukunfts-Check Dorf vorgestellt. Ortsbürgermeister Ralf Schrauf, der gleichzeitig auch als Kümmerer die Fäden im Projekt zusaÜbergabe des Abschlussberichts zum Zukunfts-Check durch Landrat Dr. Joachim Streit an die OG Echternacherbrückmmenhielt, freute sich über die guten Ergebnisse, die im Laufe von gut zwei Jahren seit Projektstart durch engagierte Bürgerinnen und Bürger in den Arbeitskreisen erzielt werden konnten. Die  thematische Ausrichtung der vier Arbeitskreise wurde dabei an den Herausforderungen und Problemfeldern der Ortsgemeinde Echternacherbrück ausgerichtet, für die es zukünftig Lösungen zu erarbeiten gilt. Ortsbürgermeister Schrauf sprach dabei konkret die demografische Entwicklung im Ort und  die Zunahme der Einwohnerzahl mit sehr hohem ausländischen Bevölkerungsanteil, verbunden mit der häufig mangelnden Integration neuer Mitbürger, die negative bauliche Veränderung hin zu Siedlungsanbau mit großen Gebäudekomplexen, den übermäßigen Straßenverkehr und seine Folgen sowie fehlende betreute Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen und mangelhafte Infrastruktur und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Jung und Alt an. Das detaillierte Vorgehen und die Ergebnisse aus den thematischen Arbeitskreisen wurden dabei mit großer Kompetenz und Engagement von den jeweiligen Arbeitskreisleiterinnen und -leitern vorgestellt: Bernd Lanser (AK1 „Ortsgestalt-Bauen-Wohnen“), Gerhard Krämer (AK2 „Gastronomie-Tourismus-Kultur“), Eva-Maria Tamm (AK3 „Dorf-gemeinschaft“) sowie Liliane Kerpen (AK4 „Infrastruktur-Verkehrssicherheit“).

Das methodische Vorgehen zur Bearbeitung der unterschiedlichen Themenfelder im Rahmen des „Dorf-Checks“ orientiert sich dabei an zehn standardisierten Erfassungsbögen, mit deren Hilfe durch die Arbeitskreise zunächst der Bestand in der Ortsgemeinde erfasst wird. Erfasst wurden folgende Daten: Einwohnerzahl mit Altersstruktur, soziale Angebote, Grundversorgung, soziale und kulturelle Infrastruktur sowie Dorftraditionen, Landwirtschaft und erneuerbaren Energien, öffentliche Freiflächen und Begrünung im Ort, Gebäudezustand, Baulücken und neue Bebauung sowie Kulturlandschaftselemente. Ausgehend von diesen Basisdaten wurden mit Rückgriff auf die bereits in der Auftaktveranstaltung ermittelten und später vertieften Stärken und Schwächen der Ortsgemeinde eine Potenzial- bzw. Bedarfsanalyse durchgeführt sowie Handlungsfelder bzw. Maßnahmen abgeleitet. Insgesamt konnten 72 Maßnahmen erarbeitet werden. Davon sind 12 Projekte eher langfristig angelegt (Ende 2024 und später), 24 mittelfristig (bis Ende 2023) und 36 kurzfristig. Bei den kurzfristigen Maßnahmen, die bis Ende 2019 angegangen werden sollen, sind unter den TOP10 genannt: Steuerung der Bautätigkeit am Ort, Aufstellen touristischer Hinweisbeschilderung und geschichtlich-thematischer Schautafeln, Organisation eines Dorfbegegnungsfestes, Baumpflanzaktion für Neugeborene sowie die Erstellung eines mehrsprachigen Informationsflyers für zugezogene Neubürger.

Alle Details zu den erarbeiteten Maßnahmen sowie die komplette Grundlagenerfassung und Dokumentation finden sich in dem über 60 Seiten starken Abschlussbericht, der inzwischen von der Kreisverwaltung als Fortschreibung des Dorfentwicklungskonzeptes von 1995 offiziell anerkannt worden ist. Damit kommt die Ortsgemeinde Echternacherbrück mit ihren Bürgern auch in Zukunft in den Genuss der Förderungen zur Dorferneuerung, das betonte auch Landrat Dr. Joachim Streit, der den Bericht feierlich an Ortsbürgermeister Ralf Schrauf übergab. Landrat Streit hob dabei die Bedeutung des Zukunfts-Checks Dorf als Instrument zur aktiven Dorfentwicklung durch die Bevölkerung vor Ort hervor und dankte allen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern in den Arbeitskreisen für ihr Engagement. Er richtete auch die herzlichen Grüße von Bürgermeister Moritz Petry aus, der anlässlich einer zeitgleichen Sitzung des Verbandsgemeinderates nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Echternacherbrück besitzt auch aus der Sicht der Verbandsgemeinde eine Sonderstellung im grenzüberschreitenden Raum. Die direkte Nachbarschaft zur großen luxemburgischen Schwester, der Stadt Echternach, mit dem es über die Grenzbrücke über die Sauer direkt verbunden ist, macht den besonderen Charme des Ortes und auch seine Bedeutung als Wohn- und Tourismusstandort mit all seinen Chancen und Herausforderungen aus. Mit dem Zukunfts-Check Dorf und den im Abschlussbericht enthaltenen Maßnahmen und Projekten haben die Bürgerinnen und Bürger von Echternacherbrück ihre Brücke in die Zukunft geschlagen!