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Düsseldorf - Neuerburg, 17. September 2013 – Zum zweiten Mal verleiht die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Entwicklung betreiben oder in einzelnen Bereichen beispielhafte Nachhaltigkeitsprojekte erfolgreich umgesetzt haben.
Insgesamt 14 Kommunen haben die Chance, am 21. November im Rahmen des sechsten Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf ausgezeichnet zu werden.

Die Verbandsgemeinde Neuerburg ist für ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen für das Themenfeld „Governance und Verwaltung“ neben Kempten im Allgäu und Mannheim nominiert worden. Insgesamt hatten sich 108 Städte und Gemeinden für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben.

Für die Auszeichnung in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Städte und Gemeinden“ sind in diesem Jahr Großstädte wie Augsburg, Dortmund und Mainz nominiert worden. Unter den Städten mittlerer Größe setzten sich Lörrach, Pirmasens und Wernigerode durch. Bei den Kleinstädten und Gemeinden fiel die Jury-Entscheidung zugunsten von Barnstorf bei Bremen, Furth bei Landshut und Pfaffenhofen an der Ilm. Im Themenfeld „Klima und Ressourcen“ sind Arnsberg im Sauerland, die Gemeinde Saerbeck sowie die Gemeinde Furth nominiert.

„Globale Nachhaltigkeitsstrategien greifen nur, wenn sie vor Ort politisch gewollt und konkret umgesetzt werden“, so Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeits-preises. „Die Bewerbungen haben gezeigt, dass sich die Kommunen der Verantwortung für Energiewende und Klimaschutz stellen. Knappe Kassen zwingen oft zu unkonventionellen, kreativen Lösungen. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis wollen wir die Verantwortlichen in den Kommunen in ihrem nachhaltigem Handeln weiter bestärken.“

Die Verbandsgemeindeverwaltung Neuerburg ist sich ihrer Verantwortung bewusst und fühlt sich dem Nachhaltigkeitsprozess besonders verbunden. Sie nimmt seit 2004 erfolgreich als Pilotgemeinde an dem vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz initiierten und geförderten Projekt 21 "Nachhaltigkeit messen und konsequent handeln" teil. In Verbindung mit einer vorgeschalteten Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung (AEP) wurden relevante Nachhaltigkeitsthemen bearbeitet. Dabei wurde konsequent ein "bottom-up-Ansatz" praktiziert, d.h. Bürgerinnen und Bürger konnten sich im Rahmen von thematischen Bürgerarbeitskreisen sowie in der Projektgruppe 21 einbringen. Ein Produkt dieser Aktivitäten war der erste Nachhaltigkeitsbericht (09/2005). Für die hier als relevant erkannten Bereiche Wohnen, Mobilität, Einkommen, Versorgung sowie Freizeit und Bildung wurden professionell moderierte Planungswerkstätten unter Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten durchgeführt. Die Ergebnisse und Projektideen gingen in das erste Handlungsprogramm für ein nachhaltiges Neuerburger Land (11/2006) ein. Aktuell ist die Evaluation des ersten Nachhaltigkeitsberichts und Handlungsprogramms in Verbindung mit neuen Zielstellungen und Projekten in Vorbereitung. Bislang konnten insgesamt rund 50 Projekte in der VG Neuerburg umgesetzt werden. Für ihr Engagement in Sachen Nach-haltigkeit wurde die VG Neuerburg bereits mehrfach ausgezeichnet: Pilotgemeinde Projekt 21 in Rheinland-Pfalz (11/2004), deutschlandweite Energiekommune des Monats (12/2008), Klimaschutzkommune/ -projekt (05/2009) sowie rheinland-pfälzischer Umweltpreis (09/2009).

Welche Kommunen für ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen ausgezeichnet werden, wird die 16-köpfige Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises unter dem Vorsitz von Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, am 21. November im Rahmen des sechsten Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf bekanntgeben.

Weitere Informationen zum Nachhaltigkeitspreis unter: www.nachhaltigkeitspreis.deNominierung Nachhaltigkeitspreis 2013 - Kurzbegründung


Nominierung Nachhaltigkeitspreis 2013 - Kurzbegründung

Top 3 „Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2013 (Governance & Verwaltung)“

Verbandsgemeinde Neuerburg

Die im ländlichen Rheinland-Pfalz gelegene Verbandsgemeinde Neuerburg schafft es, gemeinsam mit ihren Bürgern ein zukunftsweisendes Nachhaltigkeits¬management zu praktizieren. Besonders beeindruckend ist dies vor dem Hintergrund der Gemeindeausdehnung auf 49 Ortsgemeinden mit rund 10.000 Einwohnern, einer defizitären Haushaltslage und prognostizierter sinkender Einwohnerzahlen. Dass dem Thema Nachhaltigkeit ein hoher Stellenwert zugewiesen wird, zeigt die Verankerung des Themas durch ein fachübergreifendes Nachhaltigkeitsteam innerhalb der Verwaltung.

Kommunales Steuerungsinstrument der Nachhaltigkeitsaktivitäten der Verbandsgemeinde ist ein auf Indikatoren basierender Nachhaltigkeitsbericht. Als Pilotgemeinde des vom Umweltministerium Rheinland-Pfalz initiierten Projekt21 „Nachhaltigkeit messen und konsequent handeln“ identifizierte Neuerburg zunächst mithilfe der Bürgerinnen und Bürger die relevanten Nachhaltigkeitsthemen für die Gemeinde. Durch gezielte Planungswerkstätten mit den relevanten Akteuren und professioneller Moderation wurden Kernthemen festgelegt und die Bürgerschaft aktiv eingebunden. Diese aktive und breite Bürgerbeteiligung zieht sich in Neuerburg konsequent durch den gesamten Nachhaltigkeitsprozess und hat eine nachhaltige Entwicklung nach dem ,,Bottom-up" - Prinzip zum Ziel.

Als wichtigste kommunale Handlungsfelder wurden die Themen Wohnen, Einkommen, Mobilität und Versorgung sowie Freizeit definiert. Ein auf Grundlage der Planungswerkstätten erarbeitetes Handlungsprogramm adressiert mit konkreten Leitzielen und Projekten seit 2006 die festgesetzten Kernthemen. Aktuell werden anhand von Indikatoren die Daten des ersten Nachhaltigkeitsberichts aus dem Jahr 2005 überprüft, um einen zweiten aktualisierten Bericht zu erstellen. Die sich daraus ergebenden veränderten oder neuen Schwerpunkte werden in das bereits bestehende Handlungsprogramm eingearbeitet und wiederum in Zielen und Projekten verankert.

Im Zuge des gesamten Nachhaltigkeitsprozesses wurden bereits rund 50 wegweisende Projekte erfolgreich initiiert und umgesetzt. Beispiele hierfür sind u.a. die „Gebäude- und Grundstücksbörse“ oder das „grenzüberschreitende Zukunfts-Diplom für Kinder“. Bei letzterem handelt es sich um ein außerschulisches Bildungsangebot zum Thema Umwelt, das vor allem das Bewusstsein und Interesse der Kinder zwischen 6 und 12 Jahren für Zukunftsthemen fördern soll. Die Aktivitäten der Verbandsgemeinde Neuerburg sind beispielhaft im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Dafür stehen die zahlreichen gewonnenen Wettbewerbe und Auszeichnungen u.a. als deutschlandweite Energiekommune des Monats Dezember im Jahr 2008 und mit dem rheinland-pfälzischen Umweltpreis 2009. Zudem kann man von einem beispielgebenden Charakter vieler Projekte sprechen, da sie teilweise auf Kreisebene übertragen wurden.  

Das zukunftsweisende Nachhaltigkeitsmanagement und die innovative Bürgereinbindung der Verbandsgemeinde Neuerburg würdigt die Jury durch eine Nominierung in der Kategorie „Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2013 (Governance & Verwaltung)“.